Wild is Life - Giraffe - Sanctuary for orphaned and injured animals

Ein weiteres, unbeschreibliches Erlebnis, das ich in mein Abenteuerbuch schreiben muss… Wild is Life. Es ist bisschen schwierig, genau zu beschreiben was Wild is Life ist. Denn irgendwie ist es kein wirklicher Tierpark aber auch kein Naturschutzgebiet. Wild is Life bezeichnet sich selbst als „Sanctuary for orphaned and injured animals“. Sprich verwaiste und verletzte Tiere werden dorthin gebracht um entweder dort für den Rest ihres Lebens versorgt zu werden, oder nur solange, bis sie im Stande sind, sich in der Wildnis einfinden zu können. Beispielsweise wird es bei allen fünf Elefanten darauf hinauslaufen, dass sie irgendwann in die Freiheit entlassen werden, was jedoch auch betreut ablaufen wird, um zu schauen, ob die Tiere von einer Herde angenommen bzw. aufgenommen werden.

Im Gegensatz zu den Elefanten bleiben die Löwen jedoch für immer dort. Zwei von Ihnen waren sogar „Unfälle“ sprich sind dort geboren worden (normalerweise sind Löwen in der freien Natur erst am 5 Jahren geschlechtsreif.. in der Gefangenschaft hats halt schon ungeplanterweise nach 2,5 Jahren geklappt). Jedenfalls ist es genial und definitiv einen Besuch wert. Ich war anfangs etwas skeptisch, ob es wirklich so toll werden würde, aber es hat meine Erwartungen wirklich übertroffen. Alleine der Löwen-Chor als die Dämmerung einsetzte, einfach unbeschreiblich. So kraftvoll, als würde die Erde vibrieren. Ich muss sagen, dass ich dann doch etwas froh war, zu wissen, dass die Löwen hinter Gittern sitzen und sich nicht irgendwo um mich herum frei bewegen :D

Gestern habe ich mich also um 14:30 Uhr auf den Weg dorthin gemacht. Die Auffangstation ist in der Nähe des Flughafens, was glücklicherweise keine zu komplizierte Strecke von dem Haus meiner Gasteltern aus ist. Um 15:07 Uhr war ich dann dort, man sollte zwischen 15:15-15:25 Uhr dort sein, damit pünktlich um 15:30 Uhr mit der Tour angefangen werden konnte – pünktlich dort sein, schon mal geschafft *yess*. Ich war zum Glück auch nicht die Erste und die restlichen Besucher trafen alle auch ziemlich schnell ein. Dann fing die Tour an, Wildschweinfütterung, Elefanten bestaunen, Giraffen füttern, Tee in Lodgeatmosphäre, Löwenfütterung, Pangolin beim Laufen beobachten und abgerundet wurde der Nachmittag mit einem wunderschönen Sonnenuntergang, dem Gebrüll der Löwen und einen Gläschen Sekt.

Ich kann wirklich nicht genau sagen, was nun mein Highlight war. Die Giraffen waren definitiv unfassbar toll. Aber auch der Pangolin am Ende war der Wahnsinn. Diesen Tieren steht das Aussterben bevor, nach mehreren Millionen Jahren. Dabei sind es so unglaublich faszinierende Wesen. Bis auf ihr Bauch ist der komplette Körper von Schuppen (bestehende aus Keratin, sprich wie unsere Haare und Nägel) bedeckt. Sobald Gefahr besteht, rollen sich diese Tierchen so ein, dass sie nichts verletzten kann. Unglaublich, was die Natur alles einrichtet. Bis die Menschen kamen, und sie aufgrund ihrer Schuppen (die auf dem Selben Markt wie Elfenbein beliebt sind) jagten, konnte ihnen somit niemand und nichts etwas anhaben.

Um Pangolins zu halten, bedarf es einer besonderen Genehmigung, da diese offizielles Eigentum des „Präsidenten“ sind. Wer ohne so eine Genehmigung, die auch sehr schwer zu bekommen ist, mit einem Tierchen erwischt wird, dem stehen 8-9 Jahre Gefängnis bevor. Das ist mehr, als für Diamantenschmuggel. Daran sieht man, wie wertvoll diese Tiere geworden sind. Jedenfalls ist dieser Pangolin der älteste, in Gefangenschaft lebender und da bisher so wenig über diese Tiere geforscht wurde, weiß man auch gar nicht, wie lange sie so im Durchschnitt leben. Alles etwas mysteriös :D

Wie auch immer, eigentlich kann und will ich gar nicht mehr viele Worte über mein gestriges Erlebnis verlieren. Seht einfach selbst:

Morgen früh gehts um 4:30 a.m. nach Kariba, was vorerst mein letzter Stop und letztes Abenteuer in Afrika sein wird. Ich weiß nicht genau, wann wir zurück kommen, da die Familie noch nicht entschieden hat ob wir Montag, Dienstag oder Mittwoch abreisen also mal sehen. Daher schaffe ich es leider erstmal noch nicht, das Mongwe Video zu machen. Aber kommt noch, versprochen! Bis dahin,

Lxx