Update zum Kleiderfasten

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Diese Betreffe kennen sicherlich einige von Euch und erst jetzt ist mir bewusst geworden, wie manipulativ und erfolgreich sie meistens sind (ich weiß, vielleicht war ich bisher etwas naiv, aber besser spät als nie). Wenn ich meine Emails checke, sind eigentlich immer in etwa ein bis drei dieser Emails in meinem Posteingang. Auch am Weltfrauentag wurde die Gelegenheit natürlich genutzt um mit „Ladies Shopping: Unsere Überraschung zum Frauentag (15% Rabatt)“ Umsatz zu generieren. Bisher waren diese Mails einfach ein Bestandteil meines Posteingangs und ich bin recht locker damit umgegangen. Ja sogar willkommen waren sie eigentlich, denn das ein oder andere Mal haben sie mir schließlich eine Ersparnis beschert.

Dieser Blogeintrag soll keineswegs ein Plädoyer gegen Werbeemails werden – um Himmelswillen nein – ich habe nur jetzt erst gemerkt, wie anfällig ich dafür bin. Und wahrscheinlich (oder eher hoffentlich?) bin ich da nicht alleine.

Ich bemerke aber bereits jetzt, drei Wochen nach dem Entschluss, das Kleiderfasten bis Ostern durchzuziehen, eine Besserung.

Während ich mich anfangs noch ertappt habe, wie ich beispielsweise alleine beim Ansehen der Bilder in den Emails dachte „Hach, das Kleid wäre so schön sobald die ersten Frühlingstage da sind“ oder „Ohh solche Schuhe hab ich noch nicht, die würde perfekt zu dem einen Pulli passen“ landen die Mails nun direkt im Papierkorb. Von dem ein oder anderen Newsletter habe ich mich sogar bereits abgemeldet.

Anfangs, als ich mich noch regelmäßig daran erinnern musste, dass ich ja gerade kleiderfaste, war ich teilweise sogar echt ein wenig bedrückt, da mir einige Artikel ja wirklich sehr gut gefallen haben. Oder auch bei dem Gedanken, dass ich in meiner freien Layoverzeit shoppen gehen könnte, um dann ein Kleidungsstück als Erinnerung an diesen Ort zu haben, war ich teilweise wirklich bedrückt. Wenn ich mich dann jedoch daran erinnerte, wie viele Klamotten ich eigentlich ja schon habe und ich auch besonders jetzt gerade beim Umzug wieder gefunden/neu entdeckt habe, war die leichte Traurigkeit schnell wieder verflogen. Sogar richtig glücklich fühlte ich mich dann, wenn ich mir bewusst machte, wofür ich das Geld stattdessen nutzen könne. Außerdem, ist dir schon mal aufgefallen, wie viel Zeit auch beim Online-Shopping drauf gehen kann?

Mir ist vor einigen Tagen folgendes durch den Kopf gegangen: Teilweise saß ich eine Stunde vor dem Laptop und scrollte mich durch diverse Shoppingseiten um dann Dinge zu bestellen, die entweder in echt scheiße aussahen, nicht passten oder fehlerhaft waren – ganz toll. Diese Lebenszeit, die – um es auf den Punkt zu bringen – einfach verloren geht, kann man wirklich in Besseres investieren und diese Einsicht ist bisher eine wahnsinnige Errungenschaft.

Das Kleiderfasten ist tatsächlich eine ganz neue Erfahrung für mich. Sonst, wenn mir etwas gefiel und es noch ins monatliche Budget passte, dann wurde es eben gekauft. Nun schaue ich schon mit ganz anderen Augen auf meinen Textilkonsum und ich bin froh, dass ich mich dieser Aufgabe gestellt habe. Ich habe das Privileg/Glück Kleidung zu haben, die mich auch bei höheren Minusgraden am Leben hält (und dabei sogar nicht nur funktional sondern meistens auch recht schön ist) – das ist doch schon mal was. Alles andere ist echt Luxus. Wirklich gespannt bin ich darüber, ob sich in den kommenden drei Wochen noch etwas in meiner Wahrnehmung und in meinen Gedanken verändert. Bisher hat es mir definitiv noch mehr Dankbarkeit gelehrt, mal sehen ob sich da noch etwas verändert. Natürlich gibt’s am Ende noch ein Fazit, seid gespannt.

Bis dahin, habt noch einen schönen Sonntag.

Licht und Liebe,

Lxx

P.S. Witzigerweise ist mir aufgefallen, dass SternTV auch übers Kleiderfasten berichtet hat – was ein Zufall. Ich bin gespannt, ob die Teilnehmer es schaffen werden, ein ganzes Jahr das Kleiderfasten durchzuhalten und werde es ganz gespannt verfolgen. Vielleicht kann ich mir das ein oder andere ja noch abschauen :) Habt ihr denn auch davon mitbekommen?

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  1. […] zum Kleiderfasten bin ich, wie ihr möglicherweise über Instagram mitbekommen habt, umgezogen. Das war für mich […]

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