Über Supermärkte, Moskitos und Shona

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Afrika - Gastfamilie - Hund Russel - Shona

Hallööööchen nochmals, ich dachte mir, ich poste mal ein kleines Update darüber, wie es mir die letzten Tage so ergangen ist. Am Wochenende waren meine Gasteltern ja beide nicht hier, was dazu führte, dass ich mich mit dem Kleinen und der Hausfrau alleine im Haus vorfand. Witzigerweise war der kleine Ricky sehr viel angenehmer, als die Tage zuvor, als seine Mutter noch da war (sie musste fürs Wochenende geschäftlich nach Johannesburg fliegen) und somit gab es auch echt süße Momente mit dem kleinen Racker.

Freitags…

…habe ich Ricky und seinen gleichaltrigen Neffen Sebi sowie Rickys beste Freundin Bella zu einem Quasi-Indoor Spielplatz (ich habe keine bessere Bezeichnung dafür) begleitet bzw. dort beaufsichtigt. Irgendwie erinnerte mich dieser Spielplatz, namens ,,TumbaTumba“ an Spielplätze, die ich aus meiner Kindheit noch kenne, wenn wir in Florida Urlaub machten (ich glaube eine bekannte FastFood Kette hatte gelegentlich solche Spielplätze, bin mir aber nicht mehr ganz sicher. Würde jedoch passen mit all dem Plastik).

Bella musste als Erste gehen und so fuhren wir (Ronnie, ein Angestellter der Familie und ich) die Kleine zu ihrer Oma, die bei einem ,,Fishing Place“ mit anderen Müttern ihren Kindern spielen zuschaute. Ein wunderschöner Ort, abgelegen und ruhig. Man hatte wirklich das Gefühl, im Nirgendwo zu sein – ein Traum für Groß und Klein. Leider weiß ich nicht mehr, wie der Ort hieß, aber das werde ich nochmal erfragen. Außerdem hat mir Ronnie angeboten, mal zu einem Gottesdienst mitzugehen. Ich denke ich werde das Angebot auf jeden Fall annehmen, einfach als Erfahrung und einen Eindruck zu bekommen, wie die Menschen hier zu Religion, Gott und der Kirche stehen. Bisher habe ich den Eindruck bekommen, dass Gott definitiv eine große Rolle im Leben der Menschen hier spielt. Ich bin gespannt. Außerdem bekommt man so eine Chance auch nicht jeden Tag, dafür kann man ruhig mal seine eher gemäßigte Begeisterung Gottesdiensten bzw. der Kirche gegenüber überwinden.

Abends gab es dann Sadza und Muriwo (sobald ich das selbst kochen kann, gibts einen Post). Ist ein traditionelles Gericht hier, dass sehr viele der ,,Ureinwohner“ sogar täglich und ausschließlich essen, wie ich gestern erfahren habe. Danach laß ich dem kleine Monkey noch ,,The Cat in the Hat“ vor, das wird einfach nie langweilig! und ging in die Heia.

Samstag…

…war nicht sehr spektakulär. Habe an meiner Hausarbeit geschrieben, Mittags einen leckeren Salat gegessen, Ricky wollte nicht mit mir spielen, haben kurz gepuzzelt aber daran verlor er ziemlich schnell Interesse. Also habe ich weiter an meiner Hausarbeit geschrieben, im Garten gelegen und mit Russel gechillt (siehe 1. Bild), bin mit Mikey (dem anderen Hund) rausgegangen und ja. Abends war Ricky plötzlich wie ausgewechselt und obwohl er eigentlich schon zu Abend gegessen hatte, wollte er auf einmal noch vor dem Schlafen gehen Bananen teilen. Also teilten wir uns drei Bananen, ich laß ihm wieder vor (diesmal Peter und der Wolf) und das war auch schon der Samstag.

Sonntags…

…kam mittags Rickys Vater wieder. Morgens war Ricky von seine Schwester abgeholt worden um zum besagten Fishing Place zu fahren. Dort fuhr Jumbo (Rickys Vater) dann auch hin, um ihn abzuholen und anschließend noch ,,kurz“ bei Freunden vorbeizuschauen. Aus ,,kurz“ wurde irgendwie 8 Uhr abends, somit war ich quasi den ganzen Tag alleine zuhause, was aber nicht schlimm war, da ich dann wieder bisschen an der Hausarbeit arbeiten konnte und mich einfach mal bisschen im Nichts-tun üben konnte  :D

Gestern…

…Mittag kam Briarley aus Südafrika wieder, im Gepäck ihre Mutter, die mittlerweile in Australien lebt. Eine ganz wunderbare Frau und haben uns direkt super verstanden. Vormittags habe ich Guacamole gemacht. Ich hätte die Gesichter von Juliet und Ronnie (den Angestellten) wirklich aufnehmen sollen, als sie das erste Mal in ihrem Leben Guacamole gegessen haben. Beide waren so unfassbar überrascht und wussten gar nicht was sie sagen sollten. Ronnie meinte direkt, dass ich ihm das unbedingt beibringen müsse. Mit Briarley und ihrer Mutter wurde dann noch viel geredet, zusammen gegessen – ach es war einfach ein herrlicher Abend noch (:  sehr viel spannendes passiert ist jedoch nicht :D

Heute…

…war ich das erste Mal in einem Supermarkt hier. Ich muss schon sagen, also es gibt quasi echt alles, so ist es nicht. Angefangen von Kokosmilch, bis sämtliche Kekse, Yoghurt aller Geschmacksrichtungen, Kokoswasser, RedBull…wirklich alles (danke Globalisierung). Und.. wenn man nicht gerade Fleisch und viel processed food konsumiert, auch echt nicht teuer. Gemüse und Obst in Massen für kleine Preise – mein persönliches Paradies also.
Ronnie hat mich netterweise gefahren (mit dem Fahren ,,üben“ fangen wir erst Ende der Woche an meinte Briarley). Und ziemlich cool, auf der Fahrt zum Supermarkt hat er mir einige Wörter auf Shona (der afrikanischen Sprache hier) beigebracht. Da ich eher ein visueller Lerntyp bin, ist das echt gar nicht so einfach, nur zu wiederholen und zu versuchen, es sich merken zu können. Er meinte aber auch, er möchte mir gar nicht viele Vokabeln auf ein Mal beibringen, sondern lieber wenige, die ich dann aber wirklich beherrsche und nicht verwechsle. Ansonsten habe ich Ricky und Seb noch zum Schwimmen begleitet, wo mir dann aufgefallen ist, wie viele Moskitobisse ich schon habe… echt übel, wie viele von diesen Tieren hier umschwirren aber nun gut was will man machen. Teebaumöl scheint bei mir jedenfalls nicht wirklich zu helfen.

Afrika - Gastfamilie - Moskitos

So mir fallen gleich die Augen zu, daher wird dieser Eintrag nun beendet. Ab morgen ist der mid-term break von Ricky vorbei, dh er hat wieder ,,Schule“ (Nursery School) bzw. Kindergarten. Also geht es vormittags wieder etwas ruhiger hier zu.

Euch allen eine gute Nacht. Bis Bald,

Lxx