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Soo nach längerer Blog-Abwesenheit melde ich mich zurück und das direkt mit einem Experiment, das ich heute gestartet habe. Und zwar die letzte Woche hatte ich einfach gar keinen Kopf, mich mit Schreiben oder dem Blog zu beschäftigen. Vielleicht war das noch so eine Post-durchdieHausarbeitausgelöste-Schreibfaulheit – wer weiß. Jedenfalls habe ich die Woche dazu genutzt, alles um mich herum etwas bewusster wahrzunehmen. Die Menschen, ihre Beziehungen zueinander, der Umgang miteinander, Vorurteile, die immer noch ausgeprägte ,,Hautfarbensituation“ hier… jedoch habe ich mir aber auch Zeit für ein wenig Recherche, Lesen und Youtube-Videos schauen genommen. Dabei bin ich auf eine No-Poo (no-shampoo, also kein Shampoo) Haarwaschmethode gestoßen, die mich direkt angesprochen hat:

die Roggenmehlmethode

Da die Wasser Methode, die ich zwei Mal versucht habe, mich nicht wirklich überzeugt hat (vielleicht hätte ich das aber auch länger durchziehen müssen, um ein Ergebnis sehen zu können) wollte ich nun diese ausprobieren. Weitere ,,Naturvarianten“ sind Natron, Lavaerde und Apfelessig. Dazu kann ich aber nichts sagen.

Naja jedenfalls habe ich letzte Woche dann direkt in einem Supermarkt geschaut, ob ich Roggenmehl finde, natürlich erfolglos, denn es gab nur ,,Brown Flour“, auf dem auch nichts weiter an Informationen über den Inhalt stand.

Diesen Montag bin ich dann in meinem Lieblingssupermarkt ,,FoodLovers“ im Sam Levy Village in Borrowdale auf RyeFlour gestoßen, und habe es direkt mitgenommen. Erst heute fand ich, dass meine Haare gewaschen werden mussten. Ich weiß gar nicht, wann ich sie das letzte Mal gewaschen habe (denke Samstag), denn hier laufe ich auch mal mit leicht fettigen Haaren rum, was ich mich in Deutschland nie trauen würde haha.

Roggenmehl?!?! Fragt sich der ein oder andere jetzt. Die spinnt doch komplett (das durfte ich mir vorhin auch von einem Freund direkt anhören :D ) – na vielleicht ein wenig. Deshalb ,,Ja, Roggenmehl!“ und wieso? Also:

  • Auch wenn ihr ,,gutes“ Shampoo ohne Parabene, Silikone, Propylenglykol und was der Teufel noch alles benutzt, es beinhaltet trotzdem Chemie und ist nicht natürlich bzw. schädlich! (mehr dazu hier: Giftstoffe in Shampoo). Wer seinem Körper also nicht unnötige Schadstoffe zufügen möchte, für den ist diese ,,No Poo“ Methode vielleicht eine gute Alternative. Roggenmehl enthält viele Nährstoffe und ich meine, wie kann etwas, das man essen kann, schlecht für den Körper sein? :D
    Außerdem soll es anscheinend eine Wunderwaffe gegen Schuppen sein.
  • Bitte kein anderes Mehl verwenden! Das bekommt ihr so einfach nicht mehr aus den Haaren, wie ich mehrmals lesen durfte. Roggenmehl hat einen geringeren Glutengehalt, dadurch wird es beim Anmischen auch nicht so pappig/klebrig.
  • Da das Vollkornroggenmehl (Roggenmehl ist meist Vollkorn) noch Schalen beinhaltet,  bekommt man beim Auswaschen auch nicht alles raus. Die Überreste der Schalen kann man aber ganz einfach ausbürsten, sobald die Haare trocken sind.
    In einem Forum durfte ich lesen, dass das 815er Roggenmehl das feinste, und somit schalenfrei sei. Leider ist dieses nur im Internet erhältlich – werde das dann mal bestellen, sobald ich in Deutschland bin.

Ich habe also vorhin das erste Mal diese ,,No Poo“ Methode ausprobiert und bin wirklich begeistert! Bisher wirklich sehr zufrieden, auch ohne Saure Rinse nach dem Waschen. Manche empfehlen eine Saure Rinse nach dem Waschen, wieso weshalb warum – damit werde ich mich nochmal genauer auseinandersetzen. Heute habe ich das jedoch ohne Saure Rinse gewaschen und es hat dennoch geklappt. Mal sehen, wie lange meine Haare nun ,,halten“ werden und wann wieder gewaschen werden muss. In manchen Videos/Texten ist die Rede, dass man locker nur noch alle 5-8 Tage Haare waschen muss. Ich bin gespannt! Werde mich dann diesbezüglich in nächster Zeit nochmal melden :D

Und wie geht das jetzt? Ganz einfach:

  1. Roggenmehl kaufen.
  2. Roggenmehl mit Wasser (oder Kamillen/Kräutertee) anmischen. Die Menge des Mehls hängt immer von der Länge der Haare ab (ist ja logisch). Ich glaube ich habe so 2-3 Esslöffel benutzt, was viel zu viel war. 1-2 sollten reichen.
  3. Dann mit einer Gabel vermischen und so 45-90 Minuten stehen lassen. Oder über Nacht, wenn man weiß, dass man am nächsten Morgen Haare waschen möchte.
  4. In der Dusche angekommem, Haare anfeuchten und dann das Roggenmehlgemisch in den Haaren verteilen. Ich habe das Ganze so in etwa 5 Minuten einziehen lassen. Manche bevorzugen nur 2-3 Minuten, da die Haare sich sonst ,,zu sauber“ anfühlen würden (geht das?! ich denke nicht :D) andere haben von 15 Minuten gesprochen.
    Mit meinen 5 Minuten lag ich aber für meinen Geschmack genau richtig.
  5. Gut ausspülen, naja so gut es nun mal geht.
  6. Tadaa fertig (und für die Mädchen, die das lesen: bisschen Kokosöl nach dem die Haare trocken sind in die Spitzen geben, das macht einen riesen Unterschied. Nehmt aber nicht zu viel, sonst dürft ihr gleich wieder waschen)

Jedenfalls so voluminöses Haar hatte ich wirklich lange nicht mehr, also schön voluminös, nicht als hätte ich in eine Steckdose gegriffen :D Der Ansatz ist fettfrei und sie sehen total gesund aus irgendwie. Daher werde ich diese Methode auch weiterhin ausprobieren und vorerst dabei bleiben. Natürlich ist sie etwas unpraktikabel auf Reisen, mal sehen wie ich das dann handhaben werde. Aber ich meine, jede Chemiefreie-Wäsche tut dem Körper gut und entlastet ihn. Schließlich sind wir ohnehin schon von genug Giften umgeben und belastet. Daher… *whoop* ein weiterer Schritt zum giftfreien Alltag (:

VERSUCHT ES!!! (: Vielleicht habe ich ja den ein oder anderen neugierig gemacht :D über persönliche Erfahrungen und Meinungen würde ich mich natürlich sehr freuen :D

Ansonsten habe ich heute das erste Mal in meinem Leben eine Bolognese (oder nennt das die Vegan-Community Volognese?! keine Ahnung haha) ausprobiert. Die war so unfassbar gut. Somit: das nächste (oh so einfache) Rezept auf theVenturousme ist in Arbeit.

Bis dahin,

Lxx