Phitsanulok - Tempel goldene Phra Buddha Chinnarat

…war wider Erwarten nett! Ich sehe schon meinen Vater schmunzeln, wenn er das liesst. Hallo Daddy :D haha. Alsoooo Phitsanulok hat meine Erwartungen definitiv übertroffen. Nicht auf Grund beeindruckender Tempel, toller Infrastruktur oder einer fabelhaften Unterkunft sondern einfach, weil ich mit etwas ganz anderem gerechnet hatte.

Nach dem eher ausgestorbenen Sukhothai war unser nächster Stopp eine willkommene Abwechslung. Wir waren wieder von Zivilisation umgeben!! Wuhu. Als ich diesen Ort auf unsere Reiseroute setzte, hatte ich lediglich gehört, dass dort der von Einheimischen als „schönster Buddha Thailands“ sitzen soll. Des Weiteren gebe es einen Nachtmarkt am Fluss. Das wars. Mehr nicht. Da ich die Aussage „schönster Buddha“ nicht mehr aus dem Kopf bekam, wurde Phinsanulok nun mal zur To Do Liste hinzugefügt. Als wir in Sukhothai waren und ich mich nochmal etwas über Phitsanulok schlau machte, dachte ich mir kurzzeitig jedoch „Ohweia Laura, was sollen wir denn da den einen ganzen Tag machen plus Ankunftstag?“  Als wir nach circa 1,5 Stunden Fahrt und kleiner Schwierigkeiten den Eingang des Hotels zu finden vor dem riesen BusinessHotelKasten standen, dachte ich mir…ok das Hotel ist zwar ein krasser Kontrast zu allem Bisherigen aber auf jedenfall schon mal gut.

Nachdem wir sofort einchecken konnten und auf unserem Zimmer waren, packte meine Oma schnell aus und wir machten und direkt auf den Weg ein wenig die Umgebung zu erforsten. Das hiess raus aus dem Hotel über die Brücke (der Hotelname signalisiert ja schon quasi die Nähe zum Fluss, sprich das waren nur ein paar Meter) und dann befanden wir uns schon im Verkehrsgetummel. Wir entschieden uns fuer „einfach der Nase entlang“ und binnen weniger Minuten sah ich plötzlich ein Schild auf dem geschrieben stand : FRESHPHILIC COLD PRESSED JUICE. Ich traute meinen Augen nicht… kaltgepresster Saft in Phitsanulok? Niemals! Da musste ich rein. Meine Oma konnte meine Begeisterung anfangs nicht ganz nachvollziehen, bis ich ihr sagte, dass ich solche Säfte liebe und ja auch zuhause öfter welche von Frank Juice trinke. Also gings in den Laden und weil leider gerade kein grüner Saft mehr da war (und auf einen Smoothie hatte ich keine Lust) musste ein roter Saft (nomnomnom Rote Beet, Sellerie, Granatapfel, Ingwer, Zitrone, Apfel, Kohl) herhalten. Für meine Oma gabs einen orangenen Saft mit Mango, Ananas, Ingwer und Paprika. Danach war sie begeistern und schlug direkt vor, dass wir morgen ja wieder kommen könnten. Wieder auf der Strasse entschieden wir mal nach einem potentiellen Restaurant für Abends Ausschau zu halten.

Einige Strassen weiter wurde mein Blick auf ein riesen Schild mit der Aufschrift VEGGIE gezogen. Sollte uns nach dem „Saftladen“ (hoehoe) gleich der nächste Glücksfall vor die Füße fallen? Von aussen sah es jedenfalls super stylisch und cool aus und der Name war vielversprechend also gingen wir rein. Leider sollte ich enttäuscht werden. Die Speisekarte war total verfleischt. Doof. Und das Angebot war nun auch nicht soo cool, dass ich etwas ohne Fleisch hätte bestellen wollen. Auf die Frage, weshalb das Café Veggie hiesse und es so viel Fleisch gebe zuckte die Bedienung nur mit den Achseln und lachte ein wenig beschämt. Merkwürdige Frau. Wäre so als würde ich n Restaurant eröffnen das FLEISCHIG oder FLEISCH heisst und es dort dann nur vegan/vegetarisch gebe:D Auf mögliche Fragen bezüglich eines Grundes für Name und Speisekarte hätte ICH jedenfalls eine Antwort: Eure irritierten und verwirrten Blicke. Haha. Witzige Idee eigentlich. Ok wieder zurück zum Thema. Danach konnte uns noch ein weiteres Restaurant (das aber auch unfassbar cool aussah) nicht überzeugen, also überlegten wir einfach abends im Hotel zu essen. Wir beendeten unsere Runde durch die Stadt mit einer Massage und einem kleinen Einkauf bei 7/11 -Wasser, wir brauchen Wasser! Und davon viel. Abends wurde dann im Hotelrestaurant gegessen. Den riesigen Speisesaal hatten wir für uns alleine: mal wieder bekamen wir zu spüren, dass Nebensaison ist. Zu essen gabs Grünes Curry. Das war unfassbar lecker! Also hatten wir eine gute Entscheidung damit getroffen im Hotel zu bleiben.

Für den nächsten Tag stand dann der Tempel Wat Phra Si Ratana auf dem Plan und der goldene Phra Buddha Chinnarat der sich in diesem Tempel befindet. Abends wollten wir in einem Japanischen Restaurant Sushi essen gehen und danach den Nightbazar anschauen. Also alles in einem nicht unfassbar viel für einen ganzen Tag. Wir sollten auf unserem Weg jedoch wieder überrascht werden. Phitsanulok hat einfach einen Fitnessparcours am Flussufer. So so so cool!! Davon sollte es in Deutschland auch mehrere geben. Damit hätten wir nun gar nicht gerechnet. Auf dem Weg zum güldenen Buddha kamen wir dann noch am Wat Ratcha Burana vorbei. Dort gab es (oh wie überraschend) mal wieder einen Buddha zu bestaunen und ein kleines Museum. Die Boditrees waren aber wirklich sehr schön neben dem Tempel und schöne Meditationsmusik wurde dort gespielt. Das war schön, so schön authentisch und hatten wir vorher auch noch nicht erlebt. Dann machten wir unbewusst eine kleine Detour, kamen dabei aber an einem Einkaufscenter vorbei. Weil es vormittags schon so schwuel war, gingen wir für eine kleine Klimaanlagenabkühlung rein. Gab jedoch nichts besonderes dort.

Also: weiter Richtung Buddah. Wirklich beeindruckend war der goldene „schönste Buddha“ jedoch nicht :D Aber wir können jetzt sagen, dass wir ihn gesehen haben haha. Auf unserem Rückweg liefen wir eine andere Route und suchten nach einem Café, das im Internet gute Bewertungen bekommen hatte. An den Koordinaten angekommen mussten wir jedoch feststellen, dass das Café wie vom Erdboden verschluckt war. Also musste Plan B her und es ging weiter. Wir machten nochmal Halt im FRESHPHILIC, wo ich meinen grünen Saft bekam. Danach stoppten wir kurz in einem Schreibwarengeschaeft und in einem anderen Café. Dort gabs Kaffe für Oma und einen Kokospudding für Laura. Nooooomnomnomnom (was etwas ironisch ist, da nom hier Milch heisst. Der Pudding war aber natürlich ohne nooooom). Anschliessend erholten wir uns ein wenig im Hotel und dann ging es quasi schon zum Essen. Sushi im Restaurant AIKO. War lecker aber nicht anders als in Deutschland.

Mit vollem Bauch hiess es dann nochmal die Beine vertreten, über die Brücke ans gegenüberliegende Flussufer und den Nightbazar anschauen. Definitiv anders als in Chiang Mai, null touristisch aber auch viel mehr basic Kleidung. Ich fand zwei grossartige Sonnenbrille, eine Kette, Invisiboobles (Mädels werden wissen was ich meine) und ein Scrunchy für umgerechnet 25 Cent :D also ein paar Sachen konnte ich ergattern. Klamottentechnisch hoffe ich noch auf Bangkok. Mal sehen ob ich dort fündig werde. Naja und schwupp die wupp war der Tag um und ich lag im Bettchen. Dann noch zwei Folgen Californication und es hiess HeiaBubu. Und das waren auch schon unsere 1,5 Tage Phitsanulok.

Jetzt wie gewohnt zu den Kategorien:

A. Unterkunft The Grand Riverside Phitsanulok:

Also das Hotel könnte man so wie es ist abbauen und irgendwo in den Staaten wieder aufbauen. Keiner würde bemerken, dass das Gebäude aus Thailand stammt. Nur das Personal müsste hier bleiben. Englisch gehörte nämlich, wie auch schon in Sukhothai, nicht zu den Attributen, mit denen die Unterkunft glänzen konnte. Durch und Durch ein Business Hotel, riesen Lobby, schöne Zimmer und klassisches Frühstück mit Ei, Brötchen, Croissants, Reis und nicht so klassisch Reissuppe mit Schwein, Shrimps, Fisch und Schweineleber. Ihgitt. Für mich gabs wieder Früchte (Standard: Ananas, Wassermelone, Cantaloupe). Reicht morgens vollkommen. Zusammenfassen: für zwei Nächte Ausreichend. Dadurch, dass das Hotel jedoch weder Massagen anbietet noch einen Pool hat, wird es schnell langweilig. Es war aber sauber und das Personal war auch hier bemüht.

B. Phitsanulok:

Hat mich positiv überrascht. Ich hätte nich mit so vielen kleinen, modernen Cafes gerechnet. Die Stadt hat mir definitiv besser gefallen als Sukhothai gefallen. Und der Markt war auch ganz cool. Wenn es also die Zeit und die Reiseroute hergibt, einfach mal nen kleinen Zwischenstopp hier einlegen.

Das war dann quasi auch schon das Schlusswort. Dieser Post ist etwas laenger und detaillierter ausgefallen, das liegt aber auch daran, dass ich gerade im Hotel in Ayutthaya an einem PC sitze und tippe (daher auch „oe/ae/ue/ss“ dank der Tastatur). Hier bleiben wir nun bis zum 14. Danach geht es dann nach Bangkok. Dort wird dann auch der Bericht ueber Ayutthaya verfasst. (Fotos folgen)

Licht und Liebe,

Lxx