Guten Morgen Afrika - Blick aus meinem Zimmer in den Garten

Guten Morgen Afrika! Sooo, gestärkt nach einem leckeren Banane-Beeren Smoothie, zwei Passionfruits und einer Banane (schmeckt hier wirklich alles anders, aber gut!) dachte ich mir, setze ich mich mal an den Laptop und gebe Euch ein Update darüber, wie mein Ankunftsabend gestern noch verlaufen ist.

Der Flieger ist zwar pünktlich gelandet, jedoch hat es eeewig gedauert, bis ich am Visa Schalter dran war (genau einer war nämlich geöffnet). Während des Wartens habe ich dann irgendwann auch schon meinen Koffer gesichtet, somit fiel also das Aufdenkofferwarten netterweise weg. Nach circa 40 Minuten ging ich dann durch die Tür in den Ankunftsbereich (die Aufregung war natürlich während des Wartens kein bisschen gestiegen… :D ) und Briarley, mit Ricky auf dem Arm, winkte mir zu, kam auf mich zu und nahm mich erstmal in den Arm. Dadurch viel erstmal ein großes Stück an Nervosität ab.

Natürlich waren mir vorher Fragen wie Wie wird die Familie tatsächlich sein, sieht sie nur so nett auf den Bildern aus, wie wird sie sich mir gegenüber verhalten, werde ich ein Teil der Familie werden? durch den Kopf, wenn auch nie wirklich dominant, aber unbewusst waren sie definitiv da, das lässt sich nicht leugnen. Naja jedenfalls liefen wir gemeinsam zum Auto, sie fragte mich direkt, wie die Flüge gewesen seien, ob alles gut verlaufen ist etc. Nachdem ich den Koffer in den Kofferraum gelegt und sie Ricky angeschnallt hatte, lief ich automatisiert erstmal rechts ums Auto herum, um einzusteigen, als mir auffiel.. Gut Laura -> hier sitzt der Fahrer ja rechts. Mal sehen wie häufig mir das in den nächsten Wochen noch passieren wird.

Zu ihnen Nachhause dauerte es circa 20-25 Minuten, die Ricky komplett verschlief. Dort angekommen wurde ich erstmal von den vier Hunden begrüßt. Alle unfassbar süß, wenn auch teilweise etwas wild (obwohl im Gegensatz zu den zwei Hunden einer sehr guten Freundin waren die Hunde echt brav, und haben nicht gebellt… spätestens bei ,,nicht gebellt“ wird sie jetzt genau wissen, dass sie gemeint ist <3 ).

Jedenfalls gingen wir ins Haus wo Briarley mir erst mein Zimmer zeigte, in dem ich meine Sachen ablegte und danach den Rest des Hauses. Es ist so schön, unfassbar. (Bilder werden folgen). Während sie Ricky dann badete konnte ich meine Sachen auspacken und in den Schrank räumen. Das würde also mein Zuhause für die nächsten 8 Wochen sein – kann ich definitiv mit leben.

Ein wenig später kam ihr Mann nachhause, der mich direkt mit einer Umarmung und den Worten ,,You are now part of the family so you get hugged“ begrüßte. Damit hätte ich nun nicht direkt gerechnet, aber es war auf jeden Fall eine tolles Ankommen. Danach wurde gegessen. Quinoa und etwas einheimisches, habe den Namen nicht ganz aufgeschnappt aber es war ziemlich lecker. Ricky war derweil wach und spielte mit einer Münze, die er mir irgendwann zu warf. Klar kam dann ,,In welcher Hand habe ich die Münze versteckt“ – was witzigerweise, ohne dass ich es erwartet hatte, ziemlich gut bei ihm ankam.

Nach dem Essen gab ich ihm dann noch sein kleines Mitbringselgeschenk (eine Felix-Stifte Box und dicke Buntstifte) über die er sich so sehr freute, dass er sich gleich zwei Mal gedankte und ich einen dicken Drücker bekam. Ein echt süßes und keckes Kerlchen, obwohl ich jetzt schon glaube, dass er einen definitiv auf Trapp halten kann und auch wird :D  Langsam war es Bettzeit für Ricky, was mir aber ziemlich entgegen kam.

Im Bettchen angekommen, telefonierte ich noch kurz mit meiner Mami, bemerkte, dass hier auch Netflix funktioniert (yeees,haha) aber zum Serie schauen war ich schon viel zu müde. Als das Licht aus war und ich kurz noch am Handy was nachschaute, hörte ich plötzlich ein Brummen und etwas flog gegen meinen Kopf – whoop iPhone Taschenlampe an – ein wunderbar schwarzer kleiner Käfer. Noch eine Begrüßung, mit der ich so nicht gerechnet hatte. Ich fegte ihn vom Bett, wo er dann bisschen rumkrabbelte aber irgendwie nicht mehr wegflog (ein Brummen hörte ich jedenfalls ab dem  Zeitpunkt nicht mehr).

Kurz vor 6 bin ich dann aufgewacht, noch halb schlafend aber auch halb wach. Ich stand kurz auf, öffnete die Fenster und suchte anschließend mein Handy und die Kopfhörer, beides lag im Bett, um eine Playlist anzumachen. Danach schließ ich noch bis halb 9, ging duschen und sagte allen guten Morgen. Briarley (ab jetzt nur noch B.) hatte für mich noch Smoothie übrig gelassen – großartig – und erzählte mir dann grob den Tagesplan für heute.

Es ist jetzt viertel vor 11, um 11 machen wir uns auf den Weg um für mich eine Sim-Karte zu besorgen und anschließend Ricky von der Nursery School abzuholen, um ihn danach zum Sport zu bringen. B. meinte, die Vormittage würden immer sehr ruhig verlaufen, was perfekt ist, um meine Hausarbeit zu schreiben.

So ich gehe jetzt mal Zähne putzen. Ach ja, das Titelbild ist übrigens der Blick aus meinem Zimmer in den Garten (:

bis bald und sonnige Grüße

Lxx